Das Schuldgeldsystem

  1. Geld wird als Schuldgeld aus dem Nichts erzeugt,…
    Nur ungefähr 15% der Geldschöpfung erfolgt über die Europäische Zentralbank in Form von wollwertigem Geld (= v.a. Euro-Scheine und Münzen als gesetzliches Zahlungsmittel), das meiste wird von privaten Banken durch Buchungseinträge (zB bei Krediten) in Form Buchgeld (Euro-Buchgeld ist KEIN gesetzliches Zahlungsmittel) erzeugt.
    Als Sicherung bekommen die Banken dingliche Rechte (Haus, Grundstück etc), obwohl sie Euro aus dem Nichts schöpfen und dieser KEINE DECKUNG hat (weder durch Gold, Silber oder eine Einlöseverpflichtung).
  2. … dafür sind Zinsen zu bezahlen, die in der Geldmenge eigentlich nicht vorhanden sind,…
    Wenn 10 Leute je 10 € bekommen, und am Jahresende bei 5% Zinsen jeder 10,50 € zurückzahlen muss (also insgesamt 105 €), woher sollen dann die zusätzlichen 5 Euro kommen? In diesem System muss es zwangsläufig Verlierer geben! So kommt auch die Spirale der erzwungenen Neuverschuldung in Gang. Obwohl wir, die Europäischen Staaten die Einführung des Euros per Gesetz beschlossen haben, damit wir ihn nützen können, nützt er vor allem 1%, die die Herrschaft über das Geld ausüben. Wir als Staat müssen das von uns geschaffene Geld bei Dritten gegen Zins ausborgen (in Ö zahlen die Bürger/innen ca. 1.000.000 € Zinsen pro Stunde), anstatt das wir über eine Geldschöpfung in öffentlicher Hand selbst darüber bestimmen, wie es zu uns kommt und uns am besten dient (z.Bsp. zinslose Staatsausgaben für das Gemeinwohl und Grundeinkommen für alle zur Kaufkraftstabilisierung und Existenzsicherung).
  3. … die Zinsen führen zu einem exponentiellem Wachstum –
    Durch die Zinseszinsen kommen wir aus der Verschuldung nicht mehr heraus – die Gesamtverschuldung wächst und wächst EXPONENTIELL.
  4. – Geld ist zur Ware geworden und wertinstabil.
    Weil man Geld kaufen und verkaufen kann, ändern sich die Geldwerte von Währungen rein durch Spekulationsgeschäfte. Der Wert einer Arbeitsstunde eines Menschen ist damit vom Spekulationswert seiner Währung abhängig geworden! Die Arbeitsstunde Indien ist nur Bruchteil der Arbeitsstunde in Österreich wert. Selbst wenn in Indien viel härter gearbeitet worden ist. Geld als Ware erzeugt Unfairness und Wertinstabiltät.


Filme

Wie Geld entsteht
Wie funktioniert Geld? Teil 1 von 3
Wie funktioniert Geld? Teil 2 von 3
Wie funktioniert Geld? Teil 3 von 3
Finanzsystem-Geldschöpfung durch Banken
Goldschmied Fabian – Warum überall Geld fehlt (ganze Länge)


Links zu Komplementärwährungen

MonNetA und Neues Geld;
Beispiele aus der Praxis:
Regionalwährungen, in Österreich: Talente-Tauschkreis in Vorarlberg (kooperiert mit Gemeinden und dem Land Vbg.), WIR Gemeinsam
Beispiele für Regiogeld:
Chiemgauer, RegioSTAR
Interview mit dem Währungsexperten Bernard Lietaer: Erhöhte Unfallgefahr – Unser Finanzsystem ist zu effizient
Interview mit Prof. Bernd Senf, ca. 2 Stunden, Deutsch mit englischen Untertiteln


Weitere Inspirationsquellen 

Natürliche Ökonomie, Gradido und Engelgeld

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