Wie gehen Einnahmen-Ausgaben-Rechner mit den SonnenStunden um?

Sie verbuchen die Einnahmen und Ausgaben wie bisher. Es ändert sich nichts. Es wird immer mit dem Euro-Wert verbucht, egal wie die Einnahmen und Ausgaben bezahlt werden, in Euro, in Sonnenstunden oder gemischt.

Dies ist die einfachste Vorgehensweise für Einnahmen-Ausgabenrechner. Die Kontrolle über die Sonnenstunden und die Beobachtung, dass man nicht darauf sitzen bleibt, muss der Unternehmer in diesem Fall über das Cycloskonto durchführen. Dieses ist auch bei einer Betriebsprüfung offen zu legen. Der Unternehmer versteuert die in Sonnenstunden gemachten Umsätze genau so wie die in Euro gemachten Umsätze.
Sollte er aus der Organisation austreten oder Sonnenstunden aus anderen Gründen nicht mehr verwenden können, so kann er diese nun bei Eintritt der Wertlosigkeit als nachträgliche Umsatzminderung beim Finanzamt geltend machen und auch die dafür abgeführte Umsatzsteuer rückverrechnen.

Es kann aber auch jeder Einnahmen Ausgabenrechner ein Konto für die Sonnenstunden in seiner Buchhaltung anlegen um die Kontrolle über die angesammelten Sonnenstunden auch in der Buchhaltung zu haben. Er geht dann wie ein Bilanzierer mit den Sonnenstunden um.

Ein Tipp für Tüftler:

Einnahmen-Ausgaben-Rechner haben nach dem gültigen Steuerrecht die Einnahmen dann zu versteuern, wenn diese zufließen. Da die Sonnenstunde solange keinen wirklichen Zufluß darstellt, bis man dafür wieder Ware kaufen kann, meine ich, dass es durchaus zulässig ist, wenn die Sonnenstunden erst dann als Umsatz verbucht werden, wenn diese zu einem echten Wertzufluß führen. („Siehe meine Ausführungen zum Grundeinkommen für Private“)

Um diese Vorgehensweise sauber abzuwickeln ist es notwendig ein Interimskonto einzurichten, wo die vereinnahmten Sonnenstunden solange geparkt werden, bis man diese wieder ausgeben kann. Erst dann gelten sie auch als zugeflossen.

(Ob die Finanz diese Vorgehensweise auch anerkennen wird, weiß ich nicht, da es bisher keine vergleichbaren Fälle gibt.)
Wenn aber sauber aufgezeichnet wird und die Bewegungen jederzeit nachzuvollziehen sind, sehe ich keine Gefahr, wenn man diese Variante anwendet. Es kann auch mit Sicherheit zu keiner Finanzstrafe sondern im schlechten Fall zu einer zwangsweisen Änderung auf die normale Vorgehensweise (wie oben angeführt) führen.

(Beurteilung durch Steuerberater Josef Hauser, 4225 Luftenberg.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Beurteilung ausschließlich die Sichtweise des Autors darstellt und keinerlei Garantie dafür ist, dass die Finanzbehörde, Gewerbebehörde oder die Sozialversicherung die gleiche Sichtweise vertreten.)


KategorieSteuer/Recht

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